Kreativität 2.0

 

 

Kreativität ermöglicht es uns, dass wir aufeinander bezogene Gegebenheiten, die wir bisher als nicht sinnvoll erlebt haben neu bzw. anders gestalten können. Sie ermöglicht uns das Schaffen neuer Sinnbezüge, neuer Anordnungen und damit neue Handlungsspielräume. 

 

 

 


Kreativität und den innerer Kritiker koordinieren

 

 „Kritisiere nicht, was du nicht verstehen kannst.“  Bob Dylan

 

Gerade in Veränderungs- oder kreativen Schaffensprozessen passiert es leicht, dass wir uns verzetteln. Innere und äußere Kritiker lassen uns manchmal den Mut verlieren. 

 

Sie kennen vielleicht Ihren inneren Kritiker, als innere Stimme mit sinnvollen oder auch destruktiven Botschaften. Manchmal zeigt er sich aber auch viel vager, spürbar durch bestimmte Stimmungen, von beengender und pessimistischer Qualität. Die Inspiration und die Kraft der  kreativen Impulse sind wie weg. Übrig bleibt oft schlechte Laune und wir wissen nicht mal genau warum.

 

Und wenn wir die Aufmerksamkeit zu sehr auf das Konzept lenken oder stundenlang vor dem Computer sitzen, verlieren wir den Kontakt zu uns selbst.

 

 

Körperübungen, die den Kontakt zum Boden fördern, helfen in kreativen Höhenflügen uns zu erden, ohne unser Werk gleich der Kritik zu übergeben, ja sogar Kritik zu konfrontieren, anzunehmen oder sich abzugrenzen. Zu spüren, warum es genau so sein soll, um den inneren Kritiker zu überzeugen oder sinnvoll mit ihm zusammen zu arbeiten.

Für das Gespürte die richtigen Worte zu finden, hilft dem Denken und dem Verstand zu erkennen , was unser Werk noch braucht oder ob es schon  gut ist, wie es ist. So fällt es uns auch leichter, unseren äußeren Kritiker unser Werk zu vermitteln und Sinn und Bedeutung zu erklären, zu kommunizieren.

  

 

 


Die Weisheit der Märchen hervorbringen

 

Das Erzählen von Geschichten ist die Grundlage für das Erfassen von Sinn.

„Das Grundbedürfnis der Sinnerzeugung, die dadurch mögliche Bündelung von Lebemsenergien dürfte eine der wesentlichen Quellen für Gesundheit sein." Matthias Lauterbach

 

Manchmal fehlt aber auch die Geschichte zu dem, was wir erlebt haben. Das Erleben in Sprache zu fassen und weiter erzählen zu können, ist Teil des Verarbeitens.

Märchen und Mythen sind bereits erzählte Geschichten. Sie ergänzen das menschlich erlebbare mit magischen und göttlichen Elementen

 

Diese Erzählelemente ermöglichen es, uns erst mal in der Fantasie auf Probleme und Lösungswege einzulassen. Wir können etwas erschaffen und ein Gefühl dafür bekommen, was bisher im Alltag nicht möglich war. Etwas, was wir in unserer Kindheit schon konnten, dass wir als Erwachsene durch ausschließliches zulassen rationaler, zielorientierter Konzepte nicht mehr benutzen.

Geschichten, in denen Götter oder ähnliche Wesenheiten an den Geschicken der Menschen teilnehmen, können das Bearbeiten spirituelle Fragen unterstützen.

Nicht zuletzt konzipiert uns unser Unterbewusstsein Träume - Geschichten, in denen alles erlaubt ist, ähnlich wie in den Märchen bzw. Mythologien.

Die Focusing Methode ist für die Arbeit mit Märchen, Mythen und Träumen besonders geeignet. Sie ermöglicht es uns, in dem bisher nicht Verstandenem, Rätselhaften Sinn zu finden, die verborgene Weisheit der Archetypen und die Bedeutung für unser Leben zu entschlüsseln,  einen tieferen Zugang zu finden.

Unser Umgang mit Geschichten in der heutigen Zeit ist lesen, vorlesen, erzählen, hören oder auch einen Film anschauen. Mit der Focusing Methode können wir einen Schritt weiter gehen. Wir können sie erlebbar machen, ähnlich wie Träume.

 

Kreatives Gestalten der Figuren verdichtet und verdeutlicht das Eigene, Persönliche und auch Kraftvolle, das, was man mit Sprache erst einmal nicht ausdrücken kann.

 

Seminarinhalt:

Einführung in die Focusing Methode nach Gene Gendlin

Anwendung der Methode am Beispiel eines Märchens in Zweiergruppen

Kreatives Gestalten einer oder mehrere Figuren

Erfahrungsaustausch

 

 

 


 

Ü 50 gestalten - Zeit, die innewohnende Weisheit zu entfalten

 

Weisheit ist mehr als cleveres Problemlösen. Weisheit ist auch mehr als Intelligenz.

Weisheit ist klug, unabhängig und menschlich zugleich.

Sie entsteht aus Erfahrungen, die wir verarbeitet und verstanden haben.

 

  

Die Focusing Methode kann uns helfen unser tiefes inneres Wissen hervorzubringen und zu nutzen.

 

Die Glaubenspolaritätsaufstellung (nach Matthias Varga von Kibed) bildet ein Feld aus drei gleichwertige Polen:

Vertrauen, Mitgefühl – Ordnung, Struktur – Erkenntnis, Wissen.

Weisheit entsteht, wenn alle drei Qualitäten ausgewogen vorhanden sind.

 

 

Die Arbeit mit diesem Feld ermöglicht es uns die Pole zu klären und als Kraftquelle  zugänglich zu machen.