„Alles und Jedes wird von unserem Körper auf eine verwickelte Art gelebt.

Der Körper spürt eine Situation direkt.“

Gene Gendlin

 

 

Dieses „verwickelt gelebte“ kann sich in einer Körperhaltung, wie wir atmen und unser Gleichgewicht halten, in dem Maß der Anstrengung, oder, ob wir in uns ein Zentrum spüren, ausdrücken. Jedes Gefühl, jeder Gedanke findet bewusst oder unbewusst in unserem gesamten Organismus seinen Ausdruck.

 

Mosche Feldenkrais meint dazu: „Es gibt zwei grundsätzliche Wege zur Veränderung des Verhaltens eines Menschen über den Körper oder über den Geist. In jedem Fall ist es zwingend, die Veränderung, sollte sie eine echte sein, in einer Weise herbeizuführen, die Körper und Geist ermöglichen, sich gleichzeitig zu verändern. Ist der Ansatz zur Veränderung nicht umfassend, sondern getrennt, mittels des Körpers oder Geistes, so wird die Veränderung nur so lange anhalten, wie der Mensch nicht die Bewusstheit der Veränderung verliert, das heißt, solange er nicht wieder in der spontanen Weise handelt oder reagiert die er gewohnt ist.“

 

Wenn man sich nicht mit dem Grund oder der Bedeutung einer unpassenden Gewohnheit auseinandersetzt, kann man die neue, erlernte, positive Gewohnheiten nur so weit aufrecht erhalten, wie man auf sie aufpassen kann. Wird die Aufmerksamkeit von etwas Wichtigem, Anderem, z.B. dem Straßenverkehr beansprucht, stellt sich die alte, reaktive Gewohnheit wieder ein. Wünschenswert wäre, dass sich die positivere Gewohnheit spontan und in schwierigen Situationen einstellt. Aber wie macht man das?


Erlebbare Theorie, Reflexionshilfen, Forschungsdesigns

zu dem oben und unten beschriebenen Themen

 

„Haben Sie nicht von jeder Theorie, die sie studiert haben, etwas gelernt? Von jeder Theorie kann man das bekommen, was man mit ihrer Hilfe wirklich bemerkt, wirklich erlebt. Eine Theorie hilft einem, alles Mögliche zu bemerken, was man ohne diese Theorie nicht bemerkt hätte. Das, was man bemerkt hat, braucht man aber nicht in dieser Theorie auszudrücken, man kann es neu ausdrücken.“ Gene Gendlin

 

 

Corona hat uns vor eine neue Herausforderung gestellt: wie können wir ohne Präsenztreffen zufriedenstellende Qualität in der Weiterbildung anbieten. Wir haben die Möglichkeit uns online auszutauschen, was aber nicht die ganze Erlebnisbandbreite abdeckt.

Am Erleben ausgerichtete, schriftliche Unterlagen ermöglichen Erfahrungen zu machen, weiter zu gehen, ohne auf Präsenztreffen angewiesen zu sein und sich dann online oder in Präsenztreffen, über die Erfahrungen auszutauschen. 

 

In den unten aufgeführten Angeboten werden Sie zu praktischen Körperübungen eingeladen und angeleitet. Weitere verbale Begleitungen, die aus der Focusing Methode stammen, helfen Ihr Thema bzw. Anliegen weiter zu entwickeln.

 

 

Wer vorab noch mehr wissen möchte:

 

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Wie geht’s weiter? Schritt für Schritt, spürbare Veränderungen, die zu mir passen

 

„Ich weiß nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird. Aber es muss anders werden, wenn es besser werden soll.“ Georg Christoph Lichtenberg

 

Veränderungen stehen an – aber wie? Was macht Sinn? Wenn wir unsere Anliegen nicht nur auf der denkenden, bewertenden Ebene bearbeiten, können wir die spürbare, Unterstützung des Bodens, der uns ein Gefühl von Sicherheit gibt, mit einbeziehen. Es wird leichter spürbar, was wirklich „meins“ ist, was weder über- noch unterfordert, was machbar und handhabbar ist.

Körperübungen, die den Boden unter uns und das Gehen im Fokus haben, helfen uns, dieses Gefühl von Sicherheit und Unterstützung zu etablieren.

 

Für das Gespürte die richtigen Worte zu finden, hilft dem Denken und dem Verstand unsere persönliche Situation weiter zu entwickeln. Die Körperübung kann in unsere persönliche Situation integriert werden. 

 

Gehen ist mehr als eine Grundbewegungsform Gehen impliziert eine Absicht, eine Richtung und einen Untergrund. Mit den Augen erkennen wir die Richtung, unsere Absicht gibt uns eine innere Richtung. Die Absicht kreiert die Situation und damit den Weg, ein Start und ein Ziel. 

 

Gehen ist Mobilität, die Freiheit aufzustehen, einfach loszugehen, dahin, wohin einen die Füße tragen, unabhängig von jemand anderem. 


Festhalten oder Loslassen? Wenn das Alte nicht mehr stimmt und das Neue noch nicht greifbar ist.

  

Das Öffnen und Schließen der Hand ist biomechanisch betrachtet nur eine Bewegung - allerdings mit hohem Symbolwert. Je nach Situation ist eher das Greifen oder das Lösen der Hände von Bedeutung. Wir können etwas greifen, begreifen, erfassen, festhalten, brauchen, haben wollen, sich nehmen, verstehen, klammern oder loslassen, gehen lassen, verlieren, verzichten.

Diese Themen sind besonders in Übergangssituationen wie Schulabschlüsse, Berufswechsel, Trennungen, Neuanfänge, Entscheidungen, Wechseljahre, Renteneintritt oder ganz allgemein, wenn das Alte nicht mehr stimmt und das Neue noch nicht greifbar ist, von Bedeutung. 

 

Durch unsere kulturelle Selbstverständlichkeit lesend und schreibend bzw. tippend mit der Welt verbunden zu sein, sind unsere Hände mit unseren Gedanken verknüpft. Sie sind sozusagen Werkzeuge des Geistes. Dadurch geht uns leicht das Gefühl, dass die Hände über die Arme mit den Rumpf verbunden sind, verloren.

 

Eigentlich sollte ich Überflüssiges loslassen, negative Gedanken ziehen lassen, auf Unvernünftiges verzichten, nehmen, was mir gut tut, eine komplexe Situation erfassen, begreifen, was passiert ist, … .

Wie komme ich zu dem Gefühl von Machbarkeit, Handhabbarkeit, zu einem Gefühl des stimmigen loslassen Könnens, ohne den Beigeschmack von Verzicht und Verlust, zu einem Gefühl, was ich wirklich brauche und mir nehmen kann.

 

Zuerst wollen wir mit Körperübungen ein Gefühl für unsere Hände, Arme und deren Verbindung zum Rumpf aufbauen. Mit diesem Gefühl wollen wir uns unseren Anliegen, Themen, Projekten, Situationen zuwenden und diese weiter entwickeln. Bewegungslektionen, in denen die Hände in den Fokus rücken, helfen zu spüren, was sich stimmig anfühlt. Für das Gespürte die richtigen Worte zu finden, hilft dem Denken und dem Verstand die persönliche Situation weiter zu entwickeln. 


Spezial


Ü 50 gestalten - Zeit, die innewohnende Weisheit zu entfalten

 

Weisheit ist mehr als cleveres Problemlösen. Weisheit ist auch mehr als Intelligenz.

Weisheit ist klug, unabhängig und menschlich zugleich.

Sie entsteht aus Erfahrungen, die wir verarbeitet und verstanden haben.

 

Die Focusing Methode kann uns helfen, unser tiefes, inneres Wissen hervorzubringen und zu nutzen.

 

Die Glaubenspolaritätsaufstellung (nach Matthias Varga von Kibed) bildet ein Feld aus drei gleichwertige Polen:

Vertrauen, Mitgefühl – Ordnung, Struktur – Erkenntnis, Wissen.

Weisheit entsteht, wenn alle drei Qualitäten ausgewogen vorhanden sind.

 

Die Arbeit mit diesem Feld ermöglicht es uns die Pole zu klären und als Kraftquelle  zugänglich zu machen. 

 

online: 60,- € pro Stunde, Einzelstunde oder bis zu 4 Personen können teilnehmen und sich die Kosten teilen.

Für das Thema sind 90 min veranschlagt.